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Ebola-Viruskrankheit

Ebola, auch Ebola-Viruskrankheit genannt, ist eine durch das Ebola-Virus verursachte, hoch infektiöse Erkrankung. Sie verläuft meist tödlich. 1976 führte Ebola im Norden des ehemaligen Zaire (der heutigen Demokratischen Republik Kongo) zu einer Epidemie. Sie breitete sich damals entlang den Ufern des Ebolaflusses (Name!) aus. Fast alle Menschen, die erkrankten, starben (Letalität -> 88%). Seitdem trat Ebola im Sudan, in Gabun, der Elfenbeinküste und Uganda auf.

Was ist die Ursache der Infektionskrankheit?

Ausgelöst wird die Erkrankung durch das 1976 erstmals isolierte Ebola-Virus. Es handelt sich um ein RNA-Virus. Es gehört - wie das Marburg-Virus - zur Familie der Filoviridae. Ein natürliches Reservoir (Hauptwirt, Reservoirwirt) des Ebola-Virus wurde bis heute noch nicht entdeckt. Es gibt bisher fünf Subtypen des Erregers (Zaire, Sudan, Reston, Elfenbeinküste und Gabun), von denen alle, bis auf Reston, hämorrhagisches (Blutungen auslösendes) Fieber verursachen.

Wie kann man sich mit Ebola anstecken?

Die Übertragung des Virus geschieht von Mensch zu Mensch durch Schmierinfektionen. Außerdem ist eine Ansteckung über Körpersekrete (beispielsweise Blut, Speichel, Urin) möglich. Die Übertragung durch Tröpfcheninfektion ist kaum wahrscheinlich. An infizierten Menschen kann man sich während des gesamten Krankheitsverlaufs anstecken. Auch Leichname können noch infektiös sein. Gefährdet ist vor allem medizinisches Personal.

Was sind die Krankheitssymptome bei Ebola?

Nach einer 4 – bis 16-tägigen Inkubationszeit tritt plötzlich hohes Fieber auf. Gleichzeitig haben die Infizierten Symptome wie Kopf-, Hals-, Muskel-, Brust- und Bauchschmerzen. Weitere Krankheitszeichen kommen hinzu: Durchfall und Erbrechen, trockener Husten und nachfolgend Haut- und Schleimhautblutungen (Nasenbluten, Bluthusten, blutige Durchfälle, Bluterbrechen). Am 5. Krankheitstag erblüht ein masernähnlicher Hautausschlag. Neurologische Ausfälle wie Lähmungen und Bewusstseinseintrübungen folgen. Die Infektion breitet sich im ganzen Körper aus und zerstört die kapillaren Blutgefäße. Die Erkrankten trocknen innerlich aus und fallen schließlich ins Koma. Sie sterben (7 von 10 Patienten) meistens am 9. Krankheitstag. Tödlich sind vor allem die Blutungen im Magen-Darm-Trakt, der Milz und der Lunge.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Das Ebola-Virus kann im Labor aus dem Blut, dem Urin, dem Speichel und Gewebe isoliert werden. Es ist auch möglich die Antikörper gegen die Ebola-Viren nachzuweisen.

Wie wird die Ebola-Viruskrankheit behandelt?

Es gibt für Ebola keine spezielle Therapie. Gewisse Erfolge erzielte man beim frühzeitigen Einsatz von Rekonvaleszentenserum. Ansonsten wird die Erkrankung symptomatisch behandelt. Vorrangig wird versucht die Gerinnungsfähigkeit des Blutes zu erhalten.

Wie kann Ebola vorgebeugt werden?

Schon bei Krankheitsverdacht werden die Patienten strikt isoliert. Lediglich eine Expositionsprophylaxe ist möglich, da es bisher keine Schutzimpfung gibt. An Schnelltest-, Therapie-, und Impfmöglichkeiten wird vor allem in den Hochsicherheitslaboratorien der US-Armee geforscht.


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